Alexis Rondeau

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Note · Tuesday, June 9, 2020 · 00:00

Post-Shadow Journal 09.06.2020

Uff, ja, also heute ging’s nochmal richtig um’s Eingemachte. Und ich bin froh, dass ich gerade die Zeit und den Kopf dafür habe. Ich kann mich relativ fokussiert daran setzen und da irgendwie durch arbeiten. Es muss raus. Es geht hier um MEIN LEBEN. Und erst jetzt, mit Medikament, kann ich erst damit wirklich umgehen. Was ein Glück, dass ich das für mich entdeckt habe. Schreiben scheint ein guter Weg zu sein, das zu verarbeiten. Ich weiss nicht, was da gerade noch besser wäre, aber ich fühle mich wohl hier am Keyboard, in Ruhe. Ich hatte mir gewünscht, dass ich irgendwie schon weiter bin in meinem Leben. Dass ich mich total auf Jobsuche und Beziehung und Wohnung und Spass und Freunde und Berlin konzentrieren kann. Aber ich bin da einfach nicht. Und ich werde da auch erst dann sein, wenn ich das hier heile. Und ich bin so froh, dass mit der Hilfe von Psilocybin und Ritalin ich das Problem erkenne und es aktiv lösen kann, weil ich mich fokussieren kann. Alles, war in meinem Leben in den letzten 20 Jahren los war, war in direktem Bezug auf das Traumatic Experience at Work, das ich momentan bespreche. Es ist irrsinnig krass, was damals passiert ist, wie rücksichtslos mit mir umgegangen wurde. Wie krass, dass es den Tätern nur um Macht und Geld ging und ich die Geschichte vom Weltverbessern geglaubt habe.

Ohne da jetzt wieder einzusteigen: Ich sollte nach dieser Runde etwas leckeres Essen, eine Pause machen und mich auf das konzentrieren, was ich will. Das tut mir wirklich gut und es macht Sinn und wenn ich mich mit dem Scheiss beschäftigen muss, dann ist es immer in Beziehung zu meinem besseren Leben in meiner nahen Zukunft! Diesen Fokus auf die guten Dinge zu halten ist jetzt noch viel wichtiger als jemals zuvor! Denn so kann ich mein Leben zurückgewinnen und meine Stabilität und meinen Selbstwert. Ich bin stolz darauf, hier und jetzt genau diese Arbeit zu machen. Ich bin stolz darauf, denn ich stehe hier und jetzt für mich und mein Leben ein und setze Grenzen und schaffe mir meine Zukunft in der es mir gut geht, in der ich aufblühe, in der ich und mein Leben und meine Arbeit und mein Geld und meine Beziehungen gedeihen. Genau so wie damals, 1999 in New York, und noch viel besser! Und darum geht es. Es geht um mich. Es geht um meine Bedürfnisse. Es geht um mein Leben. Um meine Zeit. Dass es mir wieder gut geht. Dass ich mein Leben lebe. Ich bin stolz, dass ich es bis hier her geschafft habe. Dass ich nicht aufgegeben habe. Dass ich mich nicht umgebracht habe. Dass ich andere so gut es ging vor diesem Problem geschützt habe. Dass ich an mir selbst gearbeitet habe. Dass ich mir selbst zugehört habe, dass ich meinem inneren Klang gefolgt bin auch wenn es schwer war. Dass ich mir selbst Stufen in den Stein gehauen habe um aus dem Loch herauszukommen. Ich finde, ich mache das sehr, sehr gut. Ich finde, dass ich jetzt schon, im Verarbeiten und Heilen dieses Themas einen Riesen Erfolg schaffe. Ich fühle mich jetzt schon besser und größer und stärker und fokussierter als jemals in den letzten 20 Jahren!

Also, daher die abschliessenden Worte…

Das ist die richtige Arbeit, die ich hier mache. Es ist die wichtige Arbeit, die mich dahin führt wo ich es mir wünsche. Es ist ganz schön harte Arbeit, aber ich habe sie gemacht. Es ist härter, nichts zu tun und sein Leben kaputt gehen zu sehen. Daher ist diese Arbeit und diese Zeit und diese Herausforderung die beste Investition in meine Zukunft. In meine Arbeit. In mein Vermächtnis. In den Spass und die Freude, die ich in meinem Leben erleben will. Dieses Thema, diese Befreiung ist die wichtigste Arbeit, die ich in meinem Leben jetzt verrichten kann. Und ich bin unglaublich dankbar, dass ich körperlich und geistig und seelisch dazu jetzt in der Lage bin. Und vielleicht kann ich irgendwann jemand Anderem helfen, sich so zu befreien.

AR